Egerländer Dialekt
Ma Egherland
von
Kurt Worzischek
Åls Kin(d) vá dá Egha, tout`s mir heint nu(ch) ånd,
nåu(ch) meiná schäin Hoimát, nåu(ch) mein Egherlånd.
Wer duá(r)t`n dáham wår, der kuá me våstäih.
Às Herz wia(r)d má schwaa(r),
sågt`s má váwaa, *1)
ho(w)e möin gäih?
Öitz`bin-e vá dir fåst á Le(b)m lång scho(n) fuá(r)t,
u wenn`st me hålt roufst, bin-e glei(ch) wieder duá(r)t.
Ob`s rängt oder schneit, mich zöiht`s ållwaal zá dir.
Dåu gi(b)t`s koá Vátou(n), *2)
wal ich mou(ß) dich hålt seah.
Scho(n) sågt má ma Uhr, ich ho(b) nimmá v(ü)l Zeit;
U amål wia(r)d`s heuß`n: “`s wår`s letztàmål hei(n)t”.
Dånn mou-e lat *3) greina. Dees is jå kaa Schånd –
Às tout hålt årgh wäih, wenn-e gäih mou, ma Eghalånd.
Refrain:
Gånz såcht – rouft mé má Hoimåt,
ho(b) Sehnsucht nåuch ihr.
Du fa(h)lst má, teirá Hoimåt!
Draam ållwaal vá dir.
Kua-de hålt neat vágess`n,
`s gäiht v(ü)làn sua wöi mir.
Ho(b)-de no kua(r)z besess`n,
`s woar sua schäi, dáham, ba dir!
*1) weshalb, warum
*2) vertun
*3) vielleicht