Mein Zuhause
Der Trubel dieser Welt kann mir
gestohlen bleiben.
Nur in der Stille ist das wahre
Glück.
Will ich beschaulich mir die Zeit
vertreiben,
zieh ich mich in mein Schneckenhaus
zurück.
Die Fremde ist voll Unrast und Gefahren,
allein zuhause ist es wirklich schön.
Da kann man seine Schätze aufbewahren
Und mittels Fernseh`n in die Ferne
seh`n.
Melancholie
Ein Mann ergraut und hoch betagt
hat sich jahrzehntelang geplagt
und es trotz Fleiß und stetem
Streben,
zu nichts gebracht in seinem Leben.
Er wird darüber melancholisch
und tröstet sich nun alkoholisch
–
Spuren
Spuren im Schnee verwehen –
oder sie schmelzen dahin –
Nur kurz ist ihr Bestehen,
als hätte es keinen Sinn.
Doch die in Stein geprägten,
Spuren vergangener Zeit,
sind für uns Unentwegten,
Zeugen der Ewigkeit.
Heilige Stille
O, Stille, heilige Stille
bei Dir ist Rast und Ruh –
in Dir ist Kraft und Fülle –
das wahre Sein bist Du.
Sobald der Lärm verklungen
tritt wieder Stille ein –
Die Welt, vom Lärm durchdrungen,
ist nichts als Schall und Schein.
Das Forschen und das Planen
vollzieht in Ruhe sich;
nichts kann der Geist erahnen
da wo die Stille wich.
Denn im Geschrei der Menge
erlahmt der Seele Kraft,
die in des Körpers Enge
des Geistes Größe schafft.
Es sprießen tausend Wunder
stumm aus der Stille Schoß -
Die Welt geht lärmend unter
als sterbender Koloß.